Flugsport Berlin

Motorschirm

Motorschirmfliegen allgemein
 

Das Fliegen mit einem motorisiertem Gleitschirm (Motorschirmfliegen) ist in Deutschland seit 1994 erlaubt.
Es bietet im Flachland die einzige Möglichkeit mit einem Gleitschirm unabhängig von weiteren Helfern und Geräten (Windenschlepp) in die Luft zu kommen.Die Flugzeiten bewegen sich zwischen ca. 2..3h und die Fluggeschwindigkeit je nach Ausrüstung zwischen ca. 30..50km/h.

Die wohl größten Vorteile dieser Luftsportart sind die Einfachheit und die hohe Mobilität durch den möglichen Autotransport. Es wird im allgemeinen auch kein Hangarplatz benötigt, da man die Ausrüstung bequem zu Hause lagern kann. Leider hat sich in Deutschland der Flugplatzzwang gehalten, so dass wir nicht wie in unseren Nachbarländern von jeder Wiese starten dürfen. Nicht wenige Motorschirmflieger haben sich aus diesem Grund selbst ein Gelände zugelassen. Motorschirme bis 120 kg fallen unter die so genannten leichten Luftsportgeräte und sind von der fliegerärztlichen Tauglichkeitsuntersuchung befreit. Für Motorschirme ist ein Gesamtrettungssystem vorgeschrieben.

 

Bei der Startart Fußstart trägt der Pilot den Antrieb direkt als eine Art Rucksack am Körper. Nur beim Start und bei der Landung trägt der Pilot das volle Gewicht. Im Fluge wird es vom Schirm getragen. Eine solche Ausrüstung passt in jeden Kofferraum und ist sicher bei jedem Auto-Urlaub mit dabei. Es ist die direkteste und dem Gleitsegeln am ähnlichste Art zu fliegen. und vermittelt unmittelbar das Gefühl von fliegerischer Freiheit.  
     
Bei der Startart Trike ist der Motor an einem Gerät montiert und der Pilot sitz darin. Der gößte Vorteil am Trike sind die Räder. Der Pilot muss beim Start und bei der Landung die notwendige Geschwindigkeit nicht "erlaufen". Das erleichtert an Abenden bei umlaufenden Winden auch eine etwaige Rückenwindlandung und schont die Knochen. Die modernen Trikes sind durchdacht aufgebaut und lassen sich leicht zerlegen, so dass sie z.B. in einem Transporter oder Kombi-PKW transportiert werden können.  
 

Motorschirmausbildung

Wir bieten die Ausbildung zum Motorschirmpiloten in den Startarten Fußstart und Trike bis max. 120kg Leermasse an.
Hierfür setzen wir bei der Auswahl von Trikes und Antrieben auf die qualitativ hochwertigen Produkte des deutschen Herstellers Fresh-Breeze .

Die Ausbildung erfolgt in Gruppen ab 3 Personen oder gegen Aufpreis im Einzelunterricht auf den Flugplätzen Bienenfarm und Fehrbellin.

Da sich bei dieser Luftsportart die äußeren Einflüsse wie Wind, Thermik und Turbulenzen sehr direkt auf das Gerät und den Piloten auswirken, findet
die Ausbildung größtenteils in der thermikschwachen Zeit, beispielsweise gegen Abend statt.

Grundsätzlich besteht die Ausbildung aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Die Praxis findet nach individueller Abstimmung an für die Motorschirmschulung fliegbaren Tagen statt.
Für die Theorieausbildung bieten wir einen Blockunterricht an (siehe Termine). Inhaber einer Gleitsegel-Lizenz benötigen nicht den gesamten theoretischen Ausbildungsumfang!

 

Motorlose Vorausbildung

Um mit der Ausbildung beginnen zu können braucht man eine Gleitschirm Vorausbildung ohne Motor oder eine Gleitsegel-Lizenz. Die Vorausbildung besteht aus 50 Flügen, wovon 30 aus über 150m Höhenmetern absolviert werden müssen. Für diese Art der Vorausbildung haben wir feste Partner, die dies im Berliner Umland an einer Schleppwinde durchführen. Die Vorausbildung wird sowohl für die anschließender Trike- oder Fußstartausbildung benötigt. Inhaber einer Gleitsegel-Lizenz benötigen nicht den gesamten theoretischen Ausbildungsumfang und können sofort mit der praktischen Ausbildung beginnen!

 

Voraussetzungen für die Ausbildung

Gerade bei der Startart Fußstart ist eine gesunde, körperliche Verfassung von Vorteil. Ein Rucksackantrieb muss beim Start und bei der Landung vom Piloten komplett getragen werden und wiegt getankt zwischen 30..35kg. Beim Trike ist die Situation etwas entschärft, da der Pilot den Rucksackantrieb nicht selber tragen muss und bei der Landung keinerlei Sturzgefahr besteht.

 

  • Ausbildungsvertrag mit der Flugschule
  • Gleitschirm Vorausbildung oder Gleitsegel Lizenz
  • beisseitige Kopie vom Personalausweis
  • Ausbildungsmeldung (Vordurck DULV)
  • Antrag auf Scheinausstellung (Vordruck DULV)
  • kein Medical (medizinisches Zeugnis)
 

Ausbildungsmaterial

Das Ausbildungsmaterial wird in der Regel von der Flugschule gestellt. Da Ihr nach der Ausbildung sicher weiterfliegen wollt, kann es auch sinnvoll sein, sich schon vor oder während der Ausbildung etwas eigenes zuzulegen. Das kann auch während der Ausbildung schon Kosten einsparen. Bitte kauft nicht überstürzt irgendein eBay-Schnäppchen mit 30 Flugstunden (mehr habe sie alle nicht ;o)). Ich berate Euch gern und kann Euch ggf. auch ein gutes Angebot für eine neue oder gebrauchte Ausrüstungen machen.

 

Bilder von der Aubildung